90% der Schüler würden wieder in die iPad-Klasse gehen

In einer anonymen online-Umfrage wurden alle Schüler der sechs iPad-Klassen befragt. Dabei kam heraus, dass eine überwältigende Mehrheit der Schüler von dieser Art des Unterrichts begeistert ist.

Insgesamt wurden 137 Schüler befragt, und auch alle nahmen an der Umfrage teil. Die Schüler waren aus den Klassen 7 bis 10, nutzen also das iPad im Unterricht zwischen einem und vier Jahren. Dabei gab es im Details folgende Ergebnisse:

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Zusammenfassend lässt sich sagen: Die überwiegende Mehrzahl der SchülerInnen sieht den Einsatz des iPads im Unterricht positiv, nutzt das Gerät aktiv und ist auch mit der Kompetenz der Lehrer zufrieden.

Am Ende des Fragebogens wurde durch eine offene Frage ermittelt, was nach Meinung der Schüler noch besser laufen sollte: Hier wurde ein Punkt immer wieder angesprochen: Die Lehrkräfte sollten noch besser ausgebildet werden, um die Geräte noch vielfältiger und abwechslungsreicher nutzen zu können. Diesem Wunsch werden wir uns in Zukunft verstärkt annehmen.

(Anmerkung: Für die Umfrage wurde die Anwendung google Formulare benutzt. Diese ist gratis und ermöglicht es, in kürzester Zeit auch komplexe Umfragen zu erstellen. Da man auch sehr schnell zum Beispiel nur eine einzelne Frage stellen kann, eignet sich dies auch gut, um z.B. in der Klasse nach einem Stimmungsbild zu fragen, bei dem sich die Schüler anonym äußern können.)

Autor: Peter Eckert

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Fortbildung Mobiles Lernen im 21. Jahrhundert

Liebe Leserinnen und Leser,

das Programm für die Fortbildung am 18. und 19.04  steht und Sie finden es hier: Mobiles Lernen im 21. Jhd.

Die Anmeldung ist im Laufe dieser Woche hier möglich.

Wir freuen uns schon sehr auf die großartigen Workshops und Referenten!

Peter Eckert und das Team der Realschule Gauting

 

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Save the date: Fortbildung am 18. und 19.04.2016

Die Realschule Gauting wird an diesen beiden Tagen eine große Fortbildung zum Thema „Mobiles Lernen im 21. Jahrhundert“ veranstalten. Die Anmeldung hierzu ist in Kürze hier möglich, ein genaues Programm wird in wenigen Tagen veröffentlicht.

Halten Sie sich bereit!Bildschirmfoto 2016-02-26 um 20.10.58.png

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Apps für Erdkunde/Geographie

Apps und ebooks

Da ich ja auch Erdkundelehrer bin, habe ich mich einmal bemüht, einige Ideen für den Unterricht in diesem Fach zusammenzutragen. Der erste Teil hier widmet sich einigen Apps, die Themengebiete der Erdkunde sehr schön abdecken. In einem zweiten Teil werde ich mich ebooks zuwenden, die für das Fach in Frage kommen

Diercke Weltatlas

551Es gibt den Diercke Weltatlas als App! Welcher Erdkundelehrer kennt nicht das Problem, dass man dieSchüler zwar einen Atlas kaufen lässt, aber praktisch dann nur sehr selten nutzt, weil die Schüler das schwere Ding doch eher selten mitschleppen. Nun gibt es den ganzen Atlas als App, die sogar einige nützliche Zusatzfunktionen aufweist. Am wichtigsten ist hier, dass sich für jede Karte verschiedene Informationsebenen zu- oder wegschalten lassen. So kann man einfach den Fokus bei den einzelnen Karten auf den Aspekt legen, der gerade wichtig ist. Außerdem gibt es ein einfach zu nutzendes Tool zur Entfernungsmessung und eine Suchfunktion.

Der Atlas enthält alle Karten, die die gedruckte Version auch enthält (ohne die bundesländerspezifischen Sonderseiten) und kostet nur vier Euro pro Jahr.

Wetterkunde

icon175x175Das schweizerische Zentrum für elektronische Medien hat die Gratis-App Wetterkunde entwickelt. In sehr anschaulichen Videos werden alle für die Schule wichtigen Aspekte des Wetters (auf hochdeutsch) erläutert und mit verständlichen Schaubildern unterstützt: Bedeutung des Wetters, Atmosphäre, Strahlung und Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Niederschlag, Luftdruck und Wind, Wettergeschehen in Mitteleuropa und die Wetterkarte.

Am Ende jedes Themas steht ein kurzer Test, der allerdings meist nur sehr wenige Fragen enthält. Die Sicherung der Ergebnisse muss deshalb außerhalb der App erfolgen.

Dynamic Plates

unnamedAuch wenn der Titel der App englisch ist, so sind doch alle Text auf Deutsch (aber auch Englisch und Französisch) verfügbar. Hauptmerkmal der App ist die Möglichkeit, die Erdplatten durch Wischgesten selbständig zu verschieben. Welche Auswirkungen das hat (z.B. Erdbeben, Vulkanausbrüche etc.) wird dann in Animationen
gezeigt, die die verschiedenen Plattenbewegungen deutlich machen. Dazu gibt es ausführliche Texte und eine sehr große Bildersammlung. Auch auf die Entstehung der Theorie der Plattentektonik wird ausführlich eingegangen. Abgerundet wird die App durch ein Quiz, das levelbasiert das Gelernte abfragt. Die App kostet derzeit 1,99 Euro.

Was liegt da?

icon175x175Es gibt sehr viele Apps, um Topographie zu lernen. Ich bevorzuge die Gratis-App Was liegt da? Die App fragt im Stil von Wer wird Millionär die Länder, Städte etc. einer Region ab. Dabei kann man im Trainingsmodus üben, in dem eigentlichen Quiz versuchen, möglichst viele Punkte zu erreichen oder im Multiplayermodus gegeneinander spielen.

Durch diesen spielerischen Ansatz haben meine Schüler der siebten Klasse in kürzester Zeit alle Länder Afrikas gelernt, was ich eigentlich nicht für möglich gehalten hätte.

Autor: Peter Eckert

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Studie: Mobiles Lernen mit Tablet-Computern an niedersächsischen Schulen

Das niedersächsische Landesinstitut für schulische Qualitätsentwicklung führte eine drei Jahre dauernde Studie durch, die der Frage nachging:

Tablet-Computer: Mehrwert oder Mehrkosten?

Die Studie wurde an 15 weiterführenden Schulen durchgeführt und im Rahmen eines 360° Feedbacks ausgewertet. Dabei kamen die Lehrer, die an der Untersuchung teilgenommen hatten, zu folgenden Ergebnissen (Seite 33 des Abschlussberichtes):

  • zeitgemässer Unterricht
  • Schaffung einer zentralen Plattform zu Kommunikation und Datenaustausch zwischen SuS und Lehrpersonen
  • gemeinsames Lernen miteinander und voneinander im Tabletunterricht
  • SuS haben weitaus höhere Medienkompetenz als gleichaltrige Vergleichsgruppen
  • interaktive Unterrichtsmaterialien ermöglichen einprägsameres Lernen
  • das selbstgesteuerte und individuell differenzierte Lernen wird gefördert
  • Unterricht wird spannender und aktueller
  • Lehrpersonen müssen voll hinter dem Projekt stehen

In vielen Bereichen kommt die Studie zu Ergebnissen, die uns darin bestärken, den Kurs der iPad-Klassen so weiter zu verfolgen, wie wir das bisher taten. Das Tablet hat sich „als ein produktives Werkzeug der Unterstützung verschiedener Unterrichtskonzepte, individueller Lernstrategien der Schülerinnen und Schüler sowie als Kristallisationspunkt der Medienkompetenzförderung gut behauptet.“ (S.4) Auch bei den teilnehmenden Schulen hatten die Schüler eigene Tablets im 1:1-Modell und es scheint als sei es gerade „der niedrigschwellige Zugang und die – im Vergleich zu Laptops – nicht so ausgeprägte Dominanz von Tablets, welche sie besser in den Unterricht integrieren lässt. Also ein neues, flexibel einzusetzendes Medium neben traditionellen Medien wie Stift, Heft und Buch. Nur für den Taschenrechner könnte es eng werden.“

Hier ist der komplette Bericht als pdf.

Und hier befindet sich der Blog zum Projekt.

Autor: Peter Eckert

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Englischunterricht aus dem EF

Seit Oktober diesen Jahres wird an der Realschule die App des EF-Spracheninstituts getestet. Dort  sind komplett ausgearbeitete Englisch-Stunden zu allen erdenklichen Themen und Kompetenzbereichen zu finden. Die App ist eine ideale Ergänzung zum alltäglichen Unterricht, die Stunden sind anschaulich, aktuell und attraktiv gestaltet. Zusätzlich haben die Schüler die Möglichkeit, zu Recherchezwecken auf vorselektierten Websites nach Bildern, Videos oder Informationen zu suchen. Die Bedienung ist intuitiv und man findet sich rasch zurecht.

Es ist außerdem möglich, bereits vorhandene Stunden zu bearbeiten oder eigene Stunden zu erstellen. Am Ende jeder Stunde kann man auf der Website des Instituts die Antworten der Schüler einsehen und so die Leistungen überprüfen.

Die App bietet Stunden an, die den Englischkompetenzen eines Realschülers der 9. und 10.Klasse entspricht. Wir nutzen sie im Moment noch als Ergänzung zum normalen Lehrplan, andere Länder bestreiten ihren Unterricht aber bereits komplett mit der App.

Alles in allem sind wir sehr zufrieden, neben unserem veralteten Buch eine Möglichkeit gefunden zu haben, den Schülern schnell und einfach aktuelle und ansprechende Themen bieten zu können.

Hier noch einige Bilder:

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Autorin: Felicitas Frey

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Die neuen iPad-Klassen an der RSG

Auf geht’s in die 4. Runde

Während der letzten Wochen des vergangenen Schuljahres wurden weitere 64 Schülerinnen und Schüler der damaligen 6. Klassen im Rahmen von mehreren Veranstaltungen und kurzen Workshops fit gemacht für das Abenteuer iPad-Klasse, das sie ab Mitte September in ihren neuen 7. Klassen erwartet.

Neben grundlegenden organisatorischen Punkten, wie beispielsweise das Anlegen einer Apple-ID mit den Schülerinnen und Schülern, wurden die neuen Tablets auch schon in unser bereits bestehendes PadUcation-Ökosystem eingebunden. Damit konnten wir mit Hilfe unseres Handelspartners, der ACS Group, den Schülerinnen und Schülern bereits alle notwendigen Apps zur Verfügung stellen, die entsprechenden WLAN-Einstellungen vorkonfigurieren und sicherstellen, dass das Dateimanagement über unseren hausinternen Server mit Beginn des neuen Schuljahres reibungslos funktioniert.

Wir freuen uns sehr – und fühlen uns gleichzeitig in unseren Bemühungen bestätigt, dass wir mit den beiden neuen Klassen nun bereits insgesamt sechs „echte“ iPad-Klassen an unserer Schule einrichten konnten. Die Schülerinnen und Schüler unserer ersten iPad-Klasse aus dem Schuljahr 2012/13 werden im neuen Schuljahr bereits ihre Abschlussprüfungen ablegen… wie schnell doch die Zeit vergeht!

Auch unsere neuen iPad-Schüler werden in den ersten Wochen und Monaten im Rahmen von regelmäßigen Workshops wieder mit den grundlegenden Apps und Workflows vertraut gemacht – auch wenn man im Laufe der vergangenen drei Jahre feststellen konnte, dass die Schülerinnen und Schüler von Anfang an bereits sehr vertraut im Umgang mit den Geräten sind.

Neben unseren iPad-Klassen können mit der Anschaffung eines dritten iPad-Koffers auch alle anderen Schülerinnen und Schülern noch mehr vom regelmäßigen Einsatz der Tablets in allen Klassenstufen und über alle Fächer hinweg profitieren. Damit befinden sich insgesamt bereits deutlich mehr als 200 Schüler-iPads im regelmäßigen Einsatz.

Wir wünschen allen Beteiligten Schülerinnen und Schülern – aber auch den zahlreichen engagierten Lehrkräften, die die iPads im Unterricht einsetzen – einen reibungslosen Start in das neue Schuljahr und viele spannende, kreative und motivierende Unterrichtsprojekte!

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Bettermarks – Matheunterricht interaktiv

Mathe mit dem iPad, das bringt doch nichts. Das war bisher die Auffassung der meisten unserer Mathelehrer. Zwar gibt es schon seit einiger Zeit einige Apps und Webseiten, die durch den Unterricht und die Blogs geistern (Geogebra, Math 42…), aber so eine richtige Killerapplikation sind diese offensichtlich nicht.

Aber jetzt: Nach einer Testphase mit zwei siebten Klassen verwenden wir im kommenden Schuljahr in allen iPad-Klassen bettermarks. Diese App vereint verschiedene Funktionen für einen modernen Mathematikunterricht.

Zuerst ist sie ein digitales, hoch interaktives Mathebuch. Erklärungen, Aufgaben, Lösungswege, Tipps und Hilfestellungen erscheinen dann, wenn der Schüler sie benötigt. Bearbeitet ein Schüler eine Aufgabe, so hat er jederzeit Zugriff auf alle nötigen Erklärungen und erhält bei natürlich auch sofort die Bestätigung ob, er eine Aufgabe richtig gelöst hat oder ob er noch weitere Hilfen braucht.

Nun könnte man fragen: Wenn man sich gleich die Lösung anzeigen lassen kann, warum sollte sich ein Schüler noch die Mühe machen, diese selbst zu errechnen und dabei so wenig Hilfestellung wie möglich zu brauchen? Hier kommen zwei Komponenten ins Spiel. Die erste ist der gamifizierte Ansatz der virtuellen Arbeitsblätter. Der Schüler erhält wie in einem Spiel virtuelle Goldmünzen für richtig gelöste Aufgaben, außerdem goldene Sterne für komplett und ohne Hilfe gelöste Aufgabenblätter.

Der zweite Aspekt ist wesentlich umfangreicher: bettermarks ist nicht nur eine Sammlung interaktiver Mathebücher, sondern eine komplette Lernplattform, die der Lehrkraft eine Vielzahl an Möglichkeiten bietet, den Lernfortschritt der Schüler zu beobachten und individuell zu steuern.

Die Lehrkraft sieht in der Lehrerversion der App jede Aufgabe, die die Schüler bearbeiten und wie sie dabei abschneiden, auf einem Blick. Das ist der erste Schritt zur Individualisierung. Denn mit wenigen Klicks lassen sich Aufgaben zusammenstellen, die genau Schwächen thematisieren, und diese Schülern individuell zuweisen. Umständlich weitere Arbeitsblätter kopieren entfällt also.

Die ganze Plattform kostet pro Schüler pro Jahr 10 Euro, nicht mehr als sonst ein einzelnes Übungsheft also. Bettermarks wird auch nur ergänzend zu dem normalen Mathebuch eingesetzt, eben als Ersatz und Erweiterung des sonst oft gekauften Übungsheftes.

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Autoren: Christian Schreyer / Peter Eckert

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Fortbildung in Barcelona

Auch in Spanien schaut man Kika. Auf diese Weise ist der Schulleiter der Zürich-Schule in Barcelona auf unseren Gewinn des Deutschen Lehrerpreises aufmerksam geworden. Da die kleine Privatschule, in der Kinder vom Kindergartenalter bis zur zehnten Klasse unterrichtet werden, beschlossen hat, in all ihren Klassen iPads im Unterricht einzusetzen, fragte sie an, ob nicht ein Team der Realschule Gauting helfen könnte, in ihrem Kollegium das Feuer für einen Tablet-gestützten Unterricht zu entfachen. Das war natürlich eine Aufgabe, der wir gerne nachkamen.

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Die Schule ist in einer Villa auf einem Hügel über der Stadt untergebracht.

Der berufliche Teil der Reise begann mit einem Business-Dinner mit der Schulleitung und der Koordinatorin des iPad-Projektes der Schule. Hier wurden letzte Details der am nächsten Tag zu absolvierenden Workshops und Vorträge besprochen.

Die eigentliche Fortbildung nahm dann den ganzen Freitag in Anspruch. In einem steten Wechsel aus Vorträgen und praktischen Teilen wurden die verschiedenen Möglichkeiten des Einsatzes der iPads geübt und auch der didaktisch-pädagogische Hintergrund dargestellt. Alle Kollegen waren trotz der Tatsache, dass es sich um ihren letzten Schultag vor den Sommerferien handelte, unfassbar motiviert und konzentriert bei der Sache und können es kaum erwarten, dass die Ferien wieder enden und sie endlich loslegen können (glauben wir zumindest).

Da der Rückflug erst für Sonntag Abend gebucht ist, bleiben uns nun zwei Tage, um diese wunderschöne Stadt zu erkunden, uns an den Strand zu begeben und die Tapas-Bars leer zu futtern.

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Der deutschsprachige Teil des Kollegiums.

Bei der Fortbildung kamen folgende Apps zum Einsatz:

  • Notability
  • Keynote
  • bookwidgets
  • remind
  • Lärmampel
  • team shake
  • doceri
  • Seesaw
  • Quip
  • Baiboard
  • Adobe Voice
  • Tellagami

Autor: Peter Eckert

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Djing, Produzieren, Mischen – Workshop zum Thema ‚Elektronische Musik‘ für unsere neunten Klassen

‚EDM‘, ‚Dubstep‘, ‚House‘, ‚Indietronica‘ – das sagt Ihnen nichts? Sollte es aber, denn das sind die neuen Musikstile, die mittlerweile einen großen Teil des musikalischen Alltages der heutigen Jugend besetzen. Grund genug für uns (Hr. Vietz und Hr. Matousek), gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern unserer neunten Jahrgangsstufen einen Blick hinter die Kulissen der so beliebten elektronisch produzierten Musik zu werfen. Das nötige Know-How steuerte dazu vor allem (DJ) Hr. Vietz bei, der eine langjährige Erfahrung im Bereich dieses Musikgenres mitbringt, sowohl live, als auch im Studio.

DJ Ahmed

Inhaltlich ging es darum, den Schülerinnen und Schülern einen möglichst umfassenden Einblick zu gewähren und auch so manchen Schwindel zu entlarven. Aufbauend auf einer theoretischen Einführung – elektronische Musikstile, DJ-Equipment etc. – wurden die Klassen ab der zweiten Stunde geteilt, um jeweils in kleineren Gruppen viel selbst ausprobieren zu können. So durften die Nachwuchs-DJs beispielsweise beim ‚Live-Teil‘ im Mehrzweckraum direkt an den Turntables von Hr. Vietz herumexperimentieren und lernten, flüssige Übergänge (‚Beatmatching‘) zwischen zwei Songs herzustellen. Abgerundet wurde diese Erfahrung mit vielen Zusatzinformationen an einzelnen Stationen.

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An dieser Stelle sei zudem kurz das tolle mediale Angebot an der RSG gelobt. Im ‚Produktions-Teil‘, der parallel in einem anderen Klassenzimmer stattfand, ging es nämlich darum, die Arbeit im Studio zu simulieren. Möglich war dies vor allem durch den für die ganze Woche reservierten iPad-Koffer. Die Schülerinnen und Schüler arbeiteten mit der App Garage-Band und arrangierten – wie echte Produzenten – mit sehr gut klingenden Samples ihre eigenen Songs zusammen. Die beachtlichen Ergebnisse wurden am Schluss wieder im Mehrzweckraum dem Plenum präsentiert, wo Hr. Vietz zusätzlich noch einige Tipps zum Thema Vermarktung als Künstler gab und ganz Interessierten auch berufliche Entfaltungsmöglichkeiten aufzeigte.

Insgesamt blicken wir auf eine interessante Woche mit motivierten Schülerinnen und Schülern zurück, die fast nach einer Fortsetzung schreit.

Autor: Ph. Matousek  Bilder: Flo. Vietz

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Mediale Freiheit im Klassenzimmer der iPad-Klassen

Wie sind unsere Klassenzimmer medial ausgestattet?

Der pädagogische Ansatz unseres iPad-Projektes sagt ganz klar, dass die Geräte da eingesetzt werden sollen, wo sie einen echten Mehrwert bieten. Deshalb legen wir großen Wert darauf, allen Lehrkräften eine möglichst große Freiheit in der Wahl ihrer Mittel zu lassen. Nach einigen Versuchen mit unbefriedigenden Lösungen haben wir uns für folgendes idealtypische Setting entschieden:IMG_0377

Der Lehrkraft (und den Schülern) stehen grundsätzlich vier grundlegende Medien zur Verfügung:

  1. Die klassische Kreide-Tafel in voller Größe.
  2. Eine Dokumenten-Kamera, um mit Papier arbeiten zu können.
  3. Einen ans Internet angeschlossenen Windows-PC.
  4. Ein Apple-TV, um die iPads von Lehrern und Schülern drahtlos mit dem Beamer verbinden zu können.

Die letzten drei Geräte sind per hdmi mit einem Deckenbeamer verbunden und können per hdmi-switch ausgewählt werden:

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Wir glauben, dass wir mit dieser technischen Anordnung Möglichkeiten für jede Lehrkraft bieten, sein Fach in idealer Weise zu unterrichten, mit den Medien, die ihm technisch am vertrautesten sind.

Autor: Peter Eckert

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1. multinationale iPad-Fortbildung

Zuschauer

Den Schülern über die Schultern schauen

Der Strom an Schulen, die das iPad-Projekt der Realschule Gauting einmal live erleben wollen, reißt nicht ab. Für eine weitere Fortbildungsveranstaltung, die sich diesmal sogar über zwei Tage erstreckte, reiste eine Gruppe von Kollegen extra aus dem fernen Luxemburg an, die von einer zweiten Gruppe vom Bodensee verstärkt wurde.

Beide Gruppen hatten uns schon im Vorfeld einen detaillierten Fragenkatalog übergeben, sodass wir eine passgenau auf die Bedürfnisse der Kollegen zugeschnittene Veranstaltung anbieten konnten.

So begann am Nachmittag des 10.06.15 die Fortbildung für die rund 20 Gäste mit einer Vorstellung des didaktischen Konzeptes und technischer Fragestellungen. Nachdem sich kein Lehrer am Abend gerne in einer Schule aufhält, folgte ein Arbeitsessen mit hochwertigen didaktisch-methodischen Beiträgen im Gasthof zum Bären.

Lernzirkel mal anders

Lernzirkel mit dem iPad

Der nächste Tag begann mit der Möglichkeit, in einer iPadklasse oder in einer Klasse, die gerade mit dem iPad-Koffer arbeitet, zu hospitieren, wobei sich die Kollegen aus neun (!) verschiedenen Stunden in vielen verschiedenen Fächer für sie passende auswählen konnten. Nach einem ausführlichen italienischen Mittagessen ging es den Nachmittag über noch einmal darum, den Umgang mit dem iPad im Unterricht zu demonstrieren und üben zu lassen. Die Begeisterung sowohl von Vortragenden als auch Teilnehmern des Workshops war so groß, dass auch lange nach dem offiziellen Ende der Veranstaltung immer noch fleißig geübt und geplant wurde.

Abschließend bleibt zu sagen, dass dies eine überaus gelungene Fortbildung mit wahnsinnig motivierten und netten Teilnehmern war, die, so glauben wir, für alle einen echten Mehrwert gebracht hat.

Unser herzlicher Dank geht raus an alle Kollegen, die bereitwillig Hospitationsstunden angeboten haben. Dies ist nicht selbstverständlich und verdient Hochachtung.

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…so sehen Sieger, äh, Lehrkräfte aus…

Autor: Peter Eckert

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Wir sind nicht allein…

Seit mehreren Jahren greift der Begriff des mobilen Lernens immer weiter um sich und so sprießen auch überall Projekte für 1:1 Tablet Klassen, byod, Kofferlösungen etc. aus dem Boden.

Ich habe einmal angefangen, all diese Schulen auf einer Karte einzuzeichnen. Leider kann dieses Blog keine google maps integrieren, sodass ich hier nur den link bereitstellen kann. Jede Schule ist mit einem Link zu Informationen über das jeweilige Projekt versehen, so kann man sich schnell einen Überblick über andere Ansätze in der Region verschaffen kann. Ich werde versuchen, immer mehr Orte in die Karte zu integrieren. Viel Spaß beim Stöbern.

Hier ist der link.

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Zwei ereignisreiche Tage liegen hinter uns

Sehr spät soll nun hier doch noch ein kurzer Bericht erscheinen, um zu dokumentieren, dass wir in den letzten Wochen alles andere als untätig waren. Leider haben wir bei beiden Terminen vergessen, einen guten Fotografen abzustellen, sodass die Bilder sehr zu wünschen übrig lassen.

1. Interne und externe Fortbildung am 22.04.2015

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Deutschunterricht

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Mehr Mathelehrer als ein Schüler aushält

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Keynote: Warum mobiles Lernen?

Nachdem die Anfragen, unser Tablet-Konzept einmal live zu erleben, immer lawinöser wurden, entschieden wir uns, die Anfragen zu bündeln und einen Hospitations- und Fortbildungstag anzubieten. So konnten wir durch die großartige Mitarbeit vieler Kollegen 15 Unterrichtsstunden zur Hospitation anbieten, die nahezu alle Fächer umfassten. Nahezu dreißig externe Kollegen aus dem gesamten süddeutschen Raum und auch viele Kollegen unserer Schule nutzten diese Gelegenheit, einmal über den Tellerrand in einen anderen Teller zu schauen. Das Nachmittagsprogramm begann dann mit zwei Keynotes von Hr. Schnitter und Hr. Eckert, die den theoretischen Unterbau und den praktischen Mehrwert des ganzen Projektes verdeutlichten. Anschließend konnten die ca. 65 Teilnehmer aus einem Angebot von fünf Workshops wählen, um den praktischen Einsatz von Tablets im Unterricht zu üben. Ein besonderer Dank geht hier an die Schülerin Julia Waibel aus der Klasse 8c, die ein Klassenzimmer voller Lehrer sicher durch den Workshop „imovie“ leitete

2. iPad-Infoabend am 23.04.2015

Nur einen Tag später fand auf Anregung des Elternbeirates ein großer Infoabend für die Öffentlichkeit statt, bei dem allen interessierten Bürgern ein Einblick in den Unterricht mit Tablets gegeben werden sollte. Auch hier war wieder die Mithilfe von vielen Kollegen und Schülern gefordert, denn nicht weniger als 15 unterschiedliche Fächer stellten vor, wie die Tablets den Unterricht verändern können. Mehrere hundert Gäste wanderten von Klassenzimmer zu Klassenzimmer und wurden von immer neuen Ideen in den Bann geschlagen. Dieser Abend war ein voller Erfolg und man sieht, wie groß das Interesse an unserem Projekt ist.

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Die Liste des Chaos

Autor: Peter Eckert

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Einladung zum iPad-Abend am 23.04.2015

Sehr geehrte Leserinnen und Leser,

mit diesem Schreiben möchten wie Sie einladen, unser iPad-Projekt einmal live und direkt zu erleben.

ESIS iPad-AbendWer sich den Einladungsflyer noch einmal ausdrucken möchte, findet hier die pdf-Datei zum iPad-Abend.

Wir freuen uns auf Ihr Kommen.

Tobias Schnitter und Peter Eckert

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ECIS Technology Conference 2015

Mittendrin statt nur dabei!

Am vergangenen Wochenende (20.-23.03.2015) war die Bavarian International School in Haimhausen bei München Gastgeber der diesjährigen ECIS Technology Conference. Die Konferenz richtete sich an Lehrkräfte und Entscheidungsträger aller International Schools weltweit und bot mit über 100 Vorträgen und Workshops ein breites Spektrum rund um das Thema Building Engagement. Auch die Realschule Gauting war unter den Referenten vertreten.

Im Zentrum der Konferenz stand die Frage, wie man Schüler durch den gezielten und effektiven Einsatz von Technologie dazu bewegen kann, sich intensiv und eigenverantwortlich mit unterrichtlichen Inhalten auseinanderzusetzen. Besonders inspirierend war die Keynote von Kim Cofino (Yokohama International School in Japan), die in ihrem Vortrag auf die Frage einging, wie es uns gelingen kann, die Lebenswelt der Schüler in den schulischen Alltag zu integrieren und Lernen für sie damit relevanter werden zu lassen.

“Learn with technology the way students live with technology.“ 

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(Kim Cofino, ECIS 2015)

Ich hatte das Vergnügen vor internationalem Publikum (u. a. Kollegen aus Frankreich, der Schweiz, England und Japan) einen Vortrag zum Thema Digitale Schulbücher mit iBooks Author zu halten. Mit von der Partie war mein Kollege Martin Fritze von der Johann-Turmair-Realschule Abensberg. Zusammen boten wir den Teilnehmern einen kurzen Einblick in die grundlegenden Funktionen von iBooks Author um dann intensiv auf die Frage einzugehen, welche Möglichkeiten das Programm bietet, mit Hilfe externer Widgets differenzierte und motivierende Unterrichtssequenzen in Form von digitalen Schulbüchern zu gestalten. Die zahlreichen Rückfragen und Anmerkungen während der Veranstaltung zeigte uns deutlich, dass wir mit unserem Thema das Interesse des Publikums getroffen hatten – ganz offenbar ist die Problematik „digitale Schulbücher“ auch in anderen Ländern ein großes Thema. Es wurde aber auch deutlich, dass unsere beiden Realschulen gerade auf diesem Feld bereits auf einem sehr guten Weg sind.

Leider mussten wir aber auch feststellen, dass uns die International Schools in vielen Bereichen um Längen voraus sind – insbesondere wenn es darum geht, Eltern mit Hilfe maßgeschneiderter Anwendungen stärker in den Schulalltag einzubinden, sind uns hier in Deutschland doch allzu oft die Hände gebunden: der Datenschutz lässt grüßen! Die selbe Erfahrung mussten Herr Fritze und ich auch schon Anfang des Jahres in Irland machen, wo vielerorts die komplette Unterrichtsplanung und -organisation über das lehrereigene Tablet läuft.

Fazit: Wir sind mit unserem PadUcation@RSG-Projekt auf einem sehr guten, zukunftsorientierten Weg – zumindest im Rahmen der uns auferlegten rechtlichen Vorgaben. Die vielen weiteren Wege, die wir aus genannten Gründen noch nicht beschreiten dürfen, sind für uns der Antrieb, genau dort anzusetzen mit dem Ziel, Deutschland mittelfristig an bereits existierende internationale Standards heranzuführen.

Autor: Tobias Schnitter

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Crazy 2.0 – Klasse 8c schreibt Fortsetzung des Erfolgsromans

Ein Neoklassiker unter den Schullektüren für die achte Klasse ist der Roman Crazy von Benjamin Lebert. Auch die Klasse 8c las dieses Buch im Zeitraum vor dem Zwischenzeugnis. Einer der Arbeitsaufträge lautete, sich vorzustellen, wie es wäre, wenn der Hauptdarsteller, der am Ende des Buches die Schule verlässt, nun in ihre Klasse käme. Dies sollte das erste Kapitel eines neuen, zweiten Bandes werden. Nachdem alle Schüler in Teamarbeit verschiedene Entwürfe für dieses erste Kapitel geschrieben haben, wollte die Klasse selbst plötzlich ein ganzes Buch schreiben, was alles mit Benjamin an der RSG passieren könnte. In nur einer Schulstunde wurden Ideen entwickelt, Dreierteams ausgelost und losgelegt. Der größte Teil der Texte entstand dann zuhause. Und hier ist das Ergebnis:

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Das Buch als pdf: crazy 2

Erstellt wurde das Buch in Teamarbeit mit der App Quip. Mit ihr kann man kollaborativ an Texten arbeiten, also auch von zuhause aus gemeinsam. Als Lehrer hat das den großen Vorteil, dass ich als Mitglied jeder Arbeitsgruppe an jedem beliebigen Gerät mitverfolgen kann, wie die Schüler arbeiten und was jeder beiträgt. Auch kann ich selbst das Dokument ändern oder über die Chatfunktion Tipps geben. Hier ein Blick auf das Dokument in der Entstehung (bei genauer Betrachtung fällt auf, dass Schüler zu seltsamen Zeiten Hausaufgaben machen🙂 )

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Autor: Peter Eckert

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Die Realschule Gauting in der Onlineausgabe der FAZ

Der Artikel über unser iPad-Projekt, der vor wenigen Tagen in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung erschienen ist, steht nun auch online zur Verfügung.

Viel Vergnügen beim Lesen dieser sehr informativen Reportage.

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PadUcation@RSG meets Cornelsen

Bildschirmfoto 2015-02-09 um 17.17.21Die Geschichte von der Henne und dem Ei, oder:

Wer bewegt sich zuerst? Die Verlage oder die Schulen?

Nach dem Gewinn des Deutschen Lehrerpreises im Dezember 2014 in der Kategorie „Unterricht innovativ“ (Sonderpreis des Cornelsen-Verlags), kamen drei Vertreter der Realschule der Einladung von Herrn Dr. Feldmann (seines Zeichens Vorstandsvorsitzender des Verlags) in die Bundeshauptstadt nach und trafen sich zu einer Diskussionsrunde bezüglich der Zukunft des Mediums Schulbuch.

Nachdem wir den Verlagsvertretern zunächst unser medienpädagogisches iPad-Klassen-Konzept vorgestellt hatten, ging es in der kleinen aber hochkarätig besetzten Runde ziemlich schnell ans Eingemachte – um die Frage nach der zukünftigen Form und Funktion von Schulbüchern.

Zunächst stellten wir den Vertretern des Verlags einige selbst erstellte und im Unterricht erprobte multimediale iBooks vor – verbunden mit der Frage, warum von Verlagsseite noch nichts Vergleichbares auf dem Markt erschienen sei.

Bisher können die Schüler in unseren iPad-Klassen lediglich auf einige wenige Bücher im pdf-Format zurückgreifen – die unterste Stufe digitaler Bücher und angesichts der bereits bestehenden Möglichkeiten eine wenig befriedigende Situation. Die verlagsübergreifende digitale Lösung unter der Plattform Digitale Schulbücher hat sich bisher nach übereinstimmenden Berichten zahlreicher Tablet-Klassen aus dem ganzen Bundesgebiet als nicht sehr benutzerfreundlich gezeigt – sie scheint schlichtweg wenig für den Einsatz auf mobilen Endgeräten wie dem iPad geeignet und läuft insgesamt deutlich zu instabil.

Die verlagseigene Plattform Scook bietet einige interessante Ansätze, ist allerdings im Moment noch nicht in vollem Umfang einsatzfähig und ist auch in erster Linie auf den Einsatz auf Desktop-Computern bzw. Laptops ausgerichtet. Immerhin können hier Lehrkräfte ihr Lehrwerk durch zusätzliche Materialien wie Audio- und Videodateien anreichern und somit ihren Unterricht entsprechend strukturieren. Einen wirklich multimedialen bzw. multi-touch Ansatz bietet bislang allerdings weder die eine noch die andere Lösung.

Spannend wurde die Diskussion, als wir auf iBooks Author zu sprechen kamen. Warum konzipieren die Verlage ihre Schulbücher nicht mit multimedialen Inhalten und veröffentlichen sie  „einfach“ im iBook Store? Technisch kein Problem und auch bezüglich des Copyrights unbedenklich – schließlich liegen die Rechte (zumindest bei den Neuerscheinungen) ja eh beim Verlag. Hier kommt dann allerdings Apple ins Spiel: Nach Aussage von Herrn Dr. Feldmann sind die Forderungen, die Apple an Verlage stellt, die ihre Bücher über den iBook Store vertreiben möchten, schlichtweg inakzeptabel bzw. unrentabel.

Voilà – einer der derzeit schönsten gordischen Knoten in der Bildungslandschaft!

Auf der einen Seite die deutschen Schulbuchverlage, die aufgrund der noch wenig verbreiteten Tablet-Klassen keinen wirklichen Druck verspüren, ihr Angebot an den digitalen Markt anzupassen. Auf der anderen Seite die Schulen, die – verständlicherweise – zögern, sich Tablets anzuschaffen, weil der digitale Content in Form von Schulbüchern fehlt.

Kompliziert? Nun ja, ein wenig… nur kommen an dieser Stelle leider noch zwei weitere Protagonisten ins Spiel, um die Sache wirklich zu verkomplizieren:

Die Ministerien, die – von einigen rühmlichen Ausnahmen abgesehen – sich bislang weigern, echte digitale Schulbücher in ihren Zulassungsverfahren zu berücksichtigen und damit den Verlagen nicht gerade „Feuer unterm Hintern machen“. Und last but not least die angesprochenen Hardware-Hersteller, die mit ihrer Preispolitik und den unrealistischen Vorgaben den Verlagen gegenüber einem sinnvollen Miteinander im Sinne zeitgemäßer Bildung den Garaus machen.

Unterm Strich bleibt die Hoffnung, dass die auch hierzulande immer zahlreicher werdenden Tablet-Schulen einen Weg finden, sich Gehör zu verschaffen und die Erwartungshaltung aufgeschlossener, zukunftsorientierter Eltern die beteiligten Parteien dazu bewegt, eine für alle Seiten akzeptable Lösung zu finden. In anderen Ländern haben digitale, multimediale Schulbücher längst Einzug in die Schulen gehalten. Es ist an der Zeit, dass sich auch in Deutschland diesbezüglich etwas bewegt!

Unser herzlicher Dank gilt an dieser Stelle Herrn Dr. Feldmann für die spontane Einladung nach Berlin und die (sicherlich nicht selbstverständliche) Bereitschaft, sich gemeinsam mit drei weiteren hochrangigen Vertretern des Verlags einen ganzen Tag lang mit uns auszutauschen. Wir würden uns freuen, wenn dieses Treffen in Zukunft mit einer gewissen Regelmäßigkeit stattfinden könnte, um die jeweiligen Bedürfnisse in kleiner Runde auszutauschen.

Bettina Forster, Jennifer Wolfram, Tobias Schnitter

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Die RSG in der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“

Achtung,

heute, Samstag, den 7. Februar ist ein großer Artikel über das iPad-Projekt und mobiles Lernen im Allgemeinen in der gedruckten Ausgabe der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ) erschienen. Also eilt zum Kiosk und kauft mal wieder eine Zeitung auf echtem Papier.

(In einer früheren Version dieses Artikels war eine falsche Zeitung genannt. Wenn sich jemand jetzt die Zeit gekauft hat, tut mir das sehr leid und ich entschuldige mich hiermit in aller Form.)

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