„Garage-Band und Co.“ – Das iPad im Musikunterricht

Die Verwendungsmöglichkeiten des iPads sind unglaublich vielfältig – die letzten Seiten dieses Blogs zeigen dies ja schon sehr eindrucksvoll. Natürlich profitiert auch das Fach Musik von den technischen Raffinessen des Geräts.

Der folgende Beitrag soll Ihnen einen kleinen Einblick bezüglich der Verwendung des iPads im Musikunterricht geben:

„Counting Stars“, „Hollywood Hills“, „Happy“ … die Musikwünsche  unserer Schüler sind – wie sollte es auch anders sein – natürlich sehr auf aktuelle Hits ausgelegt. Je nach Umsetzbarkeit des jeweiligen Stücks ist der Lehrer darum bemüht, eine halbwegs authentische Begleitung an Gitarre oder E-Piano zu liefern … teilweise ergänzt durch gekonnte Schlagzeug- und E-Bass-Einlagen seitens der Schüler. Meist kommt dabei eine ordentliche „Unplugged“-Version heraus, die zweifelsohne bereits  ein schönes Ergebnis darstellt.

Letztendlich lässt sich aber von Schüler- sowie von Lehrerseite berechtigterweise nachfragen, wie sich der Sound erweitern, im besten Fall vielleicht sogar auf einfache Weise aufnehmen ließe. An dieser Stelle kommt das IPad, ausgestattet mit der App Garage Band, zum Einsatz.

Eine kurze Erklärung:

GarageBand bietet unseren Schülern ein komplettes Tonstudio auf dem iPad. Die App ist ausgestattet mit diversen Instrumenten (Gesang, Keyboard, Gitarre, Streichersatz, E-Bass, Schlagzeug, Syntheziser…) und ist zudem – ein großer Vorteil – sehr intuitiv zu bedienen. Die Instrumente können entweder normal gespielt werden, beispielsweise um einfache Klaviermelodien zu üben, oder als sogenannte Smart-Instruments bedient werden. Letztere spielen auf Knopfdruck bereits vorgefertigte und sehr gut klingende Sounds ab, wodurch sich schnell ein kleiner Song arrangieren lässt. Zudem kann stets über den Record-Button eine Aufnahme gemacht werden, so dass das erstellte Werk als eigener Song abgespeichert werden kann. Im heutigen Zeitalter der Vernetzung ließe sich dieser natürlich auch ganz einfach auf die Youtube-Plattform exportieren oder in die App iMovie schicken, um eigene Videos musikalisch zu untermalen.

Die Einsatzmöglichkeiten sind in dieser kurzen Erklärung natürlich nur angerissen. Lassen Sie sich die App doch einfach einmal von ihrer Tochter/ihrem Sohn zeigen.

Zurück zum Unterricht:

Die eben beschriebenen Möglichkeiten bieten uns im Unterricht freilich viel Raum, um das Grundgerüst unserer „normalen“ Songs zu erweitern. Über eine einfache Verkabelung können bis zu acht (!) iPads am Mischpult im Musiksaal angeschlossen und über die Boxen wiedergegeben werden. So kann letztlich eine komplexe Band zusammengebastelt werden, die – und das ist der motivierende Vorteil gegenüber den echten Instrumenten – auf relativ einfache Art und Weise eine Begleitung (akkordgestütztes Spiel) des Songs übernehmen kann. Der Sound, der dabei herauskommt, ist verblüffend gut. Über die Record-Taste ist das Ergebnis schnell aufgenommen und „Counting Stars“ läuft in der Gautinger Version.

Freilich kann und soll das iPad-Instrument niemals das Spiel am echten Instrument gänzlich ersetzen. Als erstes Herantasten an eine Gitarre oder das Klavier eignet es sich aber hervorragend und dient vielleicht für manchen Schüler als Motivationsspritze, um sich mit dem echten Instrument zu befassen.

DSCN0288Da Musik ab der siebten Jahrgangsstufe leider (!) nur einstündig angeboten wird, werde ich mich gegen Ende des Schuljahres darum bemühen, einen Projekttag an einem kompletten Vormittag zu organisieren, um mit den Schülern ausgiebig an einem Song feilen zu können.

Sie dürfen gespannt sein ;-)!

(Autor: P. M.)

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