ECIS Technology Conference 2015

Mittendrin statt nur dabei!

Am vergangenen Wochenende (20.-23.03.2015) war die Bavarian International School in Haimhausen bei München Gastgeber der diesjährigen ECIS Technology Conference. Die Konferenz richtete sich an Lehrkräfte und Entscheidungsträger aller International Schools weltweit und bot mit über 100 Vorträgen und Workshops ein breites Spektrum rund um das Thema Building Engagement. Auch die Realschule Gauting war unter den Referenten vertreten.

Im Zentrum der Konferenz stand die Frage, wie man Schüler durch den gezielten und effektiven Einsatz von Technologie dazu bewegen kann, sich intensiv und eigenverantwortlich mit unterrichtlichen Inhalten auseinanderzusetzen. Besonders inspirierend war die Keynote von Kim Cofino (Yokohama International School in Japan), die in ihrem Vortrag auf die Frage einging, wie es uns gelingen kann, die Lebenswelt der Schüler in den schulischen Alltag zu integrieren und Lernen für sie damit relevanter werden zu lassen.

“Learn with technology the way students live with technology.“ 

Bildschirmfoto 2015-03-28 um 10.38.17

(Kim Cofino, ECIS 2015)

Ich hatte das Vergnügen vor internationalem Publikum (u. a. Kollegen aus Frankreich, der Schweiz, England und Japan) einen Vortrag zum Thema Digitale Schulbücher mit iBooks Author zu halten. Mit von der Partie war mein Kollege Martin Fritze von der Johann-Turmair-Realschule Abensberg. Zusammen boten wir den Teilnehmern einen kurzen Einblick in die grundlegenden Funktionen von iBooks Author um dann intensiv auf die Frage einzugehen, welche Möglichkeiten das Programm bietet, mit Hilfe externer Widgets differenzierte und motivierende Unterrichtssequenzen in Form von digitalen Schulbüchern zu gestalten. Die zahlreichen Rückfragen und Anmerkungen während der Veranstaltung zeigte uns deutlich, dass wir mit unserem Thema das Interesse des Publikums getroffen hatten – ganz offenbar ist die Problematik „digitale Schulbücher“ auch in anderen Ländern ein großes Thema. Es wurde aber auch deutlich, dass unsere beiden Realschulen gerade auf diesem Feld bereits auf einem sehr guten Weg sind.

Leider mussten wir aber auch feststellen, dass uns die International Schools in vielen Bereichen um Längen voraus sind – insbesondere wenn es darum geht, Eltern mit Hilfe maßgeschneiderter Anwendungen stärker in den Schulalltag einzubinden, sind uns hier in Deutschland doch allzu oft die Hände gebunden: der Datenschutz lässt grüßen! Die selbe Erfahrung mussten Herr Fritze und ich auch schon Anfang des Jahres in Irland machen, wo vielerorts die komplette Unterrichtsplanung und -organisation über das lehrereigene Tablet läuft.

Fazit: Wir sind mit unserem PadUcation@RSG-Projekt auf einem sehr guten, zukunftsorientierten Weg – zumindest im Rahmen der uns auferlegten rechtlichen Vorgaben. Die vielen weiteren Wege, die wir aus genannten Gründen noch nicht beschreiten dürfen, sind für uns der Antrieb, genau dort anzusetzen mit dem Ziel, Deutschland mittelfristig an bereits existierende internationale Standards heranzuführen.

Autor: Tobias Schnitter

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