Die RSG in der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“

Achtung,

heute, Samstag, den 7. Februar ist ein großer Artikel über das iPad-Projekt und mobiles Lernen im Allgemeinen in der gedruckten Ausgabe der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ) erschienen. Also eilt zum Kiosk und kauft mal wieder eine Zeitung auf echtem Papier.

(In einer früheren Version dieses Artikels war eine falsche Zeitung genannt. Wenn sich jemand jetzt die Zeit gekauft hat, tut mir das sehr leid und ich entschuldige mich hiermit in aller Form.)

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MiTE 2015 in Galway, Irland

Internationale Konferenz zum Thema „Mobiles Lernen“

Bildschirmfoto 2015-02-04 um 21.59.25Mehr als 200 Lehrkräfte und Bildungsexperten aus den USA und Europa haben sich Ende Januar im Galway Bay Hotel an der irischen Westküste versammelt um sich zum Thema „Mobiles Lernen“ auszutauschen. Im Mittelpunkt der beiden Tage standen neben zahlreichen Workshops und Praxisbeiträgen die beiden international renommierten Keynote-Sprecher Professor Punya Mishra und Dr. William Rankin. Beide lieferten interessante Einblicke in ihre Visionen von zukünftigem Lehren und Lernen.

Ich durfte – zusammen mit meinem Kollegen Martin Fritze von der Realschule Abensberg – am Samstag vor über 70 Zuhörern unsere Erfahrungen aus drei Jahren PadUcation vorstellen. Der Schwerpunkt unseres Vortrags lag dabei auf dem Thema „Interaktive Schulbücher mit iBooks Author“ – ein spannendes und europaweit sehr aktuelles Thema wie die Diskussionen im Anschluss an unseren Beitrag deutlich machten.

MiTE 2015 brachte einige wichtige Erkenntnisse:

  1. Im Bereich „Mobiles Lernen in der Lehrerausbildung“ stehen wir in Deutschland noch ganz am Anfang und können uns wertvolle Anregungen aus anderen europäischen Ländern holen.
  2. Auch was den Einsatz von Tablets an Schulen angeht, gehen viele Länder deutlich schneller voran – mit teilweise radikalen Ansätzen und vielversprechenden Ergebnissen. So berichtete beispielsweise ein Schulleiter aus Irland, dass seine Schule alle Lehrkräfte des Kollegium mit Tablets ausgestattet hat – allerdings vor dem Hintergrund, dass von einem Tag auf den nächsten die komplette Verwaltung (Noten, Absenzen, Vertretungspläne, etc.) ausschließlich über die iPads abgewickelt werden musste. Resultat: Nach einer gewissen Anlaufphase wurden die iPads nicht nur zu Verwaltungszwecken genutzt, sondern immer mehr auch in den Unterricht integriert.
  3. Im Bereich iPad-Methodik und -Didaktik brauchen sich unsere beiden Schulen ganz sicher nicht verstecken. Auch wenn europaweit viele Schulen deutlich mehr Tablets im Einsatz haben, zeigt sich doch auch, dass vielerorts ein stimmiges und nachhaltiges Konzept fehlt und der Einsatz der Geräte häufig unkoordiniert vonstatten geht – ganz im Gegensatz zu Abensberg und Gauting.

Einen guten Eindruck der Tagung vermittelt das folgende Video (in englischer Sprache):

MiTE 2015

Wer mehr zum Thema „iBooks Author“ und „externe Widgets“ wissen möchte, findet wertvolle Hinweise auf den folgenden Seiten:

iBooks Author (kostenlose App aus dem App Store)

BookWidgets (kostenlose interaktive Elemente für iBooks Author)

BookWidgets App (dazugehörige App aus dem App Store)

Bookry (kostenlose interaktive Elemente für iBooks Author)

LearningApps.org (vorgefertigte interaktive Elemente für iBooks Author)

 

Autor: Tobias Schnitter

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Das Klassenzimmer der Zukunft

– PadUcation@RSG auf den Schultagen München 2015

Am ersten Februar-Wochenende waren einige Schülerinnen und Schüler unserer „ältesten“ iPad-Klasse 9D zusammen mit meinem Kollegen von der Realschule Abensberg, Herrn SemR Martin Fritze, und mir, zu Gast bei den Schultagen München – eine der größten Bildungsmessen im Süddeutschen Raum.

Das Thema unseres Vortrags lautete „Das Klassenzimmer der Zukunft“. Im großen Vortragssaal des Messegebäudes brachten wir den zahlreichen interessierten Zuhörern unser iPad-Klassen-Konzept näher. Ausgangspunkt war die Frage, wie sich Lernen und auch Lehren an unserer Schule verändert hat, seit wir vor mittlerweile über drei Jahren mit unserem Projekt „PadUcation@RSG“ begonnen hatten. Stichworte wie „individuelles Lernen“, „entspannte Lernatmosphäre“ sowie „orts- und zeitunabhängiges Lernen“ standen dabei im Vordergrund und wurden anhand einiger anschaulicher Beispiele aus dem Unterrichtsalltag illustriert. Es zeigte sich schnell, dass die meisten Anwesenden noch wenig Vorstellung davon hatten, was genau Unterricht mit dem iPad bedeutet und welches Potenzial für alle Beteiligten sich dahinter verbirgt. Entsprechend begeistert waren sie bei der Sache, als es darum ging an einer Live-Umfrage zur Frage „Wie lange wird es dauern, bis sich mobiles Lernen flächendeckend in Deutschland durchsetzen wird?“ Während alle Zuhörer ihre Antwortkarten hochhielten, wurden diese von einer Schülerin mit dem iPad eingescannt, so dass nach kürzester Zeit das Ergebnis für alle gut sichtbar auf der Leinwand zu sehen war (verwendete App: Plickers).

Der spannendste Part der Veranstaltung war sicherlich die abschließende Podiumsrunde, bei der die Zuschauer die Gelegenheit hatten, den anwesenden Schülerinnen und Schülern Fragen rund ums Thema iPad zu stellen. Neben ganz banalen Fragen wie „Macht Lernen mehr Spaß mit dem iPad?“ wurden durchaus auch kritische Beiträge, etwa zu den Themen „Ablenkungspotenzial“ oder „Anschaffungskosten“ gestellt, die allerdings durch die Bank souverän und wie aus der Pistole geschossen von den Schülern beantwortet wurden.

Schultage MU nchen 2015-2Die vielen Fragen im Anschluss an unseren Beitrag zeigen, dass die beiden Realschulen in Abensberg und Gauting den Nerv der Zeit getroffen haben und sich als Pioniere in Sachen mobiles Lernen auch über die Grenzen Bayerns hinaus eine führende Rolle erarbeitet haben.

Im Vorfeld der Münchner Schultage hatte ich die Gelegenheit im Gespräch mit Herrn Dirk Walter vom Münchner Merkurs zum Thema iPad-Klassen Stellung zu nehmen:

—> zum Interview

Autor: Tobias Schnitter

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Tiny Little Helpers

Ich möchte nur kurz drei kleine Apps vorstellen, die mir in letzter Zeit das Leben sehr vereinfachen:

Da ist erst einmal die Lärmampel. (Zur Zeit kostet die App 2,99 Euro)

Die Merlin Lärmampel

Die Merlin Lärmampel

In ruhigen Arbeitsphasen, ob Einzel-, Partner- oder Gruppenarbeit ist die Lärmampel für mich nicht mehr wegzudenken. Durch die Punkte, die für ruhige Phasen gegeben werden, sind die Schüler meist motiviert, möglichst viele grüne und wenige rote Punkte zu erhalten. Die Lautstärke für die Ampelphasen ist einstellbar, sodass man bei Einzelarbeit für absolute Ruhe sorgen kann, während bei Gruppenarbeiten leise Gespräche noch in Ordnung sind.

Meine Lieblingsapp der Woche ist Team Shake. (zur Zeit 0,99 Euro)

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Einmal schütteln, …

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… und schon sind die Schüler verteilt.

Nichts mögen Schüler weniger, als in Gruppen aufgeteilt zu werden, ohne mit den besten Freunden zusammen arbeiten zu können. Mit Team Shake wird dieser oft anstrengende Gruppenbildungsprozess zu einem spannenden Spaß. Die App funktioniert ganz einfach. Man legt eine Liste mit den Schülern der Klasse an (diese kann auch aus einer Tabellenkalkulation importiert werden), stellt ein, wie viele Gruppen man braucht (oder wie viele Leute in einer Gruppe sein sollen) und dann, Achtung!, schüttelt man das iPad und schon werden die gewünschten Gruppen ausgespuckt.

Doch damit nicht genug. Man kann beliebig viele Gruppen anlegen und wenn man will, für jede Person auf der Liste noch einstellen, wie leistungsfähig sie ist, sodass man je nach Einstellung leistungshomogene oder eher heterogene Gruppen erzeugen kann (man kann auch das Geschlecht einstellen, falls das wichtig ist).

Einmal Spannung erzeugen, das iPad schütteln und alle fühlen sich gerecht behandelt, was will man mehr?

Und noch eine dritte App möchte ich kurz vorstellen, nämlich iSeatplan. (zur Zeit 1,99 Euro)

Wer wie ich zum Halbjahr immer noch mit dem ein oder anderen Schülernamen kämpft, der findet in dieser einfachen Sitzplanapp die Möglichkeit eines Lernspiels, um Schülernamen zu den Gesichtern zu lernen. Mir hat das geholfen, endlich alle Schüler meiner drei siebten Klassen wirklich sofort und ohne Seniorensekunde zu kennen. Die App hat noch einige Zusatzfunktionen wie Anwesenheitskontrolle und die Möglichkeit, Beiträge und Hausaufgaben zu bewerten, aber das haben schon die Kollegen von ipadatschool ausführlich beschrieben.

Zu erwähnen ist noch, dass die App etwas anfällig für Abstürze ist, aber das spielt bei der einfachen Funktion kaum eine Rolle.

Soviel für heute, ich werde in den nächsten Tagen immer wieder nützliche Apps vorstellen.  In der Pipeline sind remind, Quip vs. google docs, adobe voice, baiboard und viele mehr. Stay tuned.

Peter Eckert

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MFC-Schauspieler der RSG ausgezeichnet

Die 7 Schauspielerinnen und Schauspieler der RS Gauting, die in die Dreharbeiten des MFC QuizmasterApp-Clips involviert waren, wurden am 20. Januar 2015 auszeichnet.

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Autor/Fotos: Martin Schwartz

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PadUcation@RSG meets Biologiedidaktik@LMU

Naturwissenschaftliche Arbeitsweisen werden in Fächern wie Biologie, Chemie oder auch Physik ganz groß geschrieben. Das Experiment und die Begegnung mit dem Original stehen im Mittelpunkt eines guten Unterrichts. Doch lässt sich das mit modernem iPad-Unterricht verbinden? Oder müssen dann die traditionellen naturwissenschaftlichen Prinzipien dem elektronischen Medium weichen? Auch Frau Dr. Lena von Kotzebue von Herr Dr. Germ vom Lehrstuhl der Biologiedidaktik an der LMU München wollten es genauer wissen und luden Lehrkräfte der Realschule Gauting zu ihren Seminaren nach München ein. Lehramtsstudenten des Gymnasiums durften dabei Unterrichtsbeispiele im Fach Biologie kennen lernen:

  • individuelle, an den Leistungsstand der Schüler angepasste Internetrecherche zu Themen aller Art,
  • Experimente, die von Schülern gefilmt, kommentiert und verbalisiert werden,
  • Originale, die in Gruppenarbeit zunächst fotografiert und beschriftet werden, um dann anschließend – angereichert mit Videos und weiterführenden Links – zu einem interaktiven Schulbuch zusammengefasst werden u.v.m.

Die anwesenden Studenten erkannten schnell, dass der Kreativität und Handlungsorientierung keine Grenzen gesetzt sind!

ibook erstellen (1) Sinnvolle Informationen finden, verstehen und neu aufbereiten ist nicht nur in den aktuellen Bildungsstandards für das Fach Biologie verankert, sondern eine Kompetenz, die aus der heutigen Zeit, in der die Schülerinnen und Schüler dank des Internets auf ein nahezu unbegrenztes Wissen zurückgreifen können, nicht mehr wegzudenken ist.

ibook erstellen (3)Dabei steht der Einsatz des iPads keinesfalls in Konkurrenz zur Begegnung mit dem Original, im Gegenteil: das iPad bietet die Möglichkeit dem Gesang der Vögel oder dem Röhren des Rotwilds auch dann zu lauschen, wenn gerade keine lebenden Hirsche im Klassenzimmer oder bei der häuslichen Nachbereitung zur Verfügung stehen. Verantwortlich dafür sind zahlreiche Apps wie beispielsweise Human Body oder Die Waldfibel, die biologische Inhalte anschaulich, interessant und v. a. kindgerecht aufbereiten.

Auch den Studenten war am Ende des Seminars klar: Richtig in den Biologie-Unterricht integriert, stellt das iPad einen großen Mehrwert dar ohne dabei die klassischen Prinzipien naturwissenschaftlichen Arbeitens zu verdrängen. Und egal ob unterrichten oder unterrichtet werden: Spaß macht es auf alle Fälle!

Autorin: Bettina Forster

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Rettet die Handschrift – mit dem iPad!

Da ich Deutschlehrer bin, kann ich die Besorgnis über den drohenden Verlust der Handschrift nicht unkommentiert lassen. Im Augenblick unterrichte ich in Deutsch eine achte Klasse, wobei ich einen großen Teil der schriftlichen Arbeiten auf dem iPad erledigen lasse.

Unsere iPad-Klassen beginnen in der siebten Klasse, also haben die Schüler mindestens sechs Schuljahre Unterricht in der Handschrift hinter sich. Sie haben in der Grundschule gelernt, die Buchstaben zu Papier zu bringen und mit der Zeit immer komplexere Gebilde aus Worten geformt. In der siebten Klasse hat sich dann die Handschrift schon weitgehend verfestigt. Und nun stellt sich in meinen Klassen meist folgende Situation dar: Der größte Teil der Schülerinnen und Schüler verfügt über eine saubere, gut lesbare Handschrift, die „Ausdruck der Persönlichkeit“ ist und die jungen Menschen sicher ein Leben lang begleiten wird. Bei diesen Schülern spielt es dann auch keine Rolle mehr, ob sie auf Papier oder mit einem iPad-Stift auf dem Tablet schreiben.

In jeder Klasse gibt es aber einige wenige Schreiber, für die das Schreiben von Hand eine viele Jahre dauernde Qual ist, da es ihnen einfach nicht gelingen will, lesbare oder im weitesten Sinne ordentliche Buchstaben und Wörter zu schreiben. Für diese Schüler beginnt das dauernde Erleben ihres Misserfolges bereits in der Grundschule und bis zur siebten Klasse haben sie sich damit abgefunden, dass sie eine „Sauklaue“ haben. Noch nie habe ich es erlebt, dass ein Schüler in diesem Alter noch versucht hat, seine Handschrift auf Papier ernsthaft zu verbessern.

Hier kommt nun das iPad ins Spiel. Ich habe bei den „Schmierfinken“ meiner achten Klasse die Erfahrung gemacht, dass sich ihre Handschrift durch das Schreiben auf dem iPad verbessert, auch wenn sie wieder auf Papier schreiben. Dies hat folgenden Grund: Ich habe sie konsequent angehalten, beim Schreiben auf dem iPad solange jeden einzelnen Buchstaben immer wieder neu zu schreiben, oder besser gesagt zu malen, bis sie mit dem Ergebnis wirklich zufrieden waren. Begonnen habe ich damit natürlich mit einzelnen Worten in Lückentexten (womit Grammatik- oder Rechtschreibstunden automatisch auch zu Schönschreibstunden wurden) und bin dann zu immer längeren Texten fortgeschritten. Die Folgen haben mich selbst überrascht. Schüler, die sich bis dahin fast geweigert hatten, mir ihre Texte zu zeigen, kamen am Ende jeder Stunde auf mich zu und wollten mir zeigen, wie schön sie die digitalen Arbeitsblätter ausgefüllt hatten oder sie radierten zuhause nochmal alle Lücken weg und füllten sie in ihrer Sonntagsschrift wieder aus. Ein halbes Leben lang haben sie sich von Misserfolg zu Misserfolg geschrieben und plötzlich können sie stolz auf gewaltige Verbesserungen bei ihrer größten Schwäche sein. Das sollte doch das Ziel eines jeden Lehrers sein.

Autor: Peter Eckert

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“von dreien, die auszogen, …” – 01.12.2014 – Die Preisverleihung

Nach dem Frühstück wurden wir von einem Bus abgeholt, der uns zum Veranstaltungsort in die dbb-Zentrale brachte.

Die Sitzordnung im Saal war festgelegt. Da auch der Ablauf der Veranstaltung nach Drehbuch funktionieren sollte, wurden die Abfolge des Programms, Laufwege und Standpositionen vorgestellt und geübt. Stellvertretend für die Nominierten durfte wir  die Generalprobe „vorturnen“. Der Spannung tat das keinen Abbruch.

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Selfie vor der Generalprobe.

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Wir lauschen der Regie.

Bis zum Beginn der Preisvergabe waren es dann noch ein paar Minuten. Die Zeit bis zum Beginn der Veranstaltung nutzten wir, um in der Lobby uns noch einmal kurz die Füße zu vertreten und uns auf zu erwartende Fragen der anwesenden Fernseh- und Radioreporter vorzubereiten. Schön, dass wir ins Gespräch mit einigen Vertretern der Jury kamen, die großes Interesse am iPad-Konzept der RSG zeigten.

Mit Fanfaren und Trompeten startete schließlich die Preisverleihung. der Chefredakteur der ZEIT , Hr. Spiewak, führte durch das Event. Nach zwei Reden wurden zunächst die Preise für die Schulprojekte verliehen. Und dann fiel der Name des Projektes: PadUcation@RSG. Beschwingten Schrittes betraten wir die Bühne und nahmen Preis, Urkunde und Scheck entgegen. Hatten meine Ohren sich da verhört? Katja Riemann, eine der Gastrednerinnen, die in der ersten Reihe saß, johlte uns zu? Ich vermute, sie hätte für ihre Kinder, die in Berlin in die Schule gehen, gerne eine nach dem RSG-Modell.

Eine außergewöhnlich interessante und kurzweilige Rede der Schauspielerin begeisterte im Anschluss die Anwesenden. Beeindruckend fundiert, aber auch nachdenklich stimmend und unterhaltsam. (In Fack ju Göhte spielte sie eine Schulrektorin!)

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Katja Riemann mit „Boygroup“.

Im Anschluss an die Preisverleihung wurden wir von vielen Leuten auf unser iPad-Klassenmodell angesprochen.

Die Begeisterung und Freundlichkeit der Vertreter des Cornelsen-Verlages muss besonders hervorgehoben werden. Auf dieser Basis kann etwas Besonderes entstehen! Wir würden uns sehr freuen, wenn aus der Patenschaft des Verlages für den Sonderpreis innovative, weil Tablet-taugliche Schulbücher entstehen könnten.

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Leider war keine Zeit mehr, um Berlin anzuschauen: Ab ins Taxi Richtung Bahnhof, noch einen kleinen Kaffee schlürfen und schon ging es auf die Rückreise Richtung München.

DSCN4352Während der Rückfahrt im Zug war aber keine Ruhe! Im Gegenteil! Ping! Ping! Ping! Die Datenpakete unserer Handytarife waren schon nach wenigen hundert Kilometern verbraucht. Rundschau, Kika Logo, Münchner Merkur … Von den zuhause ausharrenden Kollegen und Familienmitgliedern erreichten uns minütlich neue von Fernsehern abfotografierte Bilder und Glückwünsche. Über den „Lehrer-Oskar“ (BR) wurde auf allen Kanälen berichtet. Auch die online-Nachrichten verfolgten wir gespannt.

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Quelle: BR Rundschau (Bildschirmfoto iPad)

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Quelle: Kika Logo (Bildschirmfoto iPad)

Herzlichen Dank an alle Eltern, Schülerinnen und Schüler und Lehrkräfte, die das Projekt seit 2012 tatkräftig unterstützen!

Ein besonderer Dank gilt dem Schulleitungsteam für den Mut, aus einer Vision eines modernen, Tablet-gestützten Unterrichts Realität werden zu lassen!

Autor: Martin Schwartz

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„von dreien, die auszogen, …“ – 30.11.2014 – Die Fahrt nach Berlin

Normalerweise darf ich ja sonntags ein wenig länger schlafen.

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Aber auch meine Kollegen Schnitter und Eckert wirkten noch recht müde als wir am 30.November den ICE nach Berlin bestiegen, um der Einladung zur Preisverleihung für den Deutschen Lehrerpreis 2014 zu folgen. Gut 6 Stunden Fahrt lagen vor uns.

 

Erst gegen 16:30 Uhr kamen wir in Berlin HBF an,

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Nach 6 Stunden endlich die Hauptstadt erreicht.

bestiegen ein Taxi und kamen wenige Minuten später in unserem Hotel an. Um 18 Uhr sollten wir bereits zu einem „Get together“ erscheinen. Nur 45 Minuten im Hotel Zeit? Oh je: nur 15 Minuten fürs frisch machen und 30 Minuten, um einen einigermaßen passablen Krawattenknoten hinbekommen! Meiner Krawattenbinden-App vTie sei Dank klappte es sogar relativ schnell.

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„Get together“ (1.Stock, links) im „dbb forum“.

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Lieber over- als under-dressed.

 

Zunächst hatten wir das Gefühl, overdressed zu sein…

 

 

 

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Die Nominierten.

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Vorne: Berliner Buffet. Hinten: Noch wer.

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Nominiert für den Deutschen Buletten-Preis 2014. 😉

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Aber Hr. Eckert wäre auch ohne Anzug, mit der Ausrede, nur der Hausmeister zu sein und keine Antworten geben zu können, nicht durchgekommen.;-)

Schließlich bat man uns zu einem Fotoshooting und wir waren heilfroh, nicht wie die „Karikatur eines Lehrers“ gekleidet zu sein.

Darüber hinaus interviewte uns ein Jude Law-Doppelgänger vor laufender Kamera für die Webauftritte der Vodafone-Stiftung.

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Kurz vor den Interviews. (ohne Jude Law-Doppelgänger)

Die Gespräche mit Organisatoren des Events und die immer wieder auftauchenden kryptischen Kommentare der Jurymitglieder ließen unsere Erwartungen und die Aufregung auf die am nächsten Tag statt findende Verleihung steigen.

Da draußen ein eisiger Wind fegte fuhren wir gegen 22 Uhr zurück zum Hotel, wechselten unsere Kleidung und besuchten den in der Nähe liegenden Weihnachtsmarkt am Gendarmenmarkt.

image5image7Da der Abend aber schon recht weit fortgeschritten war und wir am nächsten Tag zur Bühnenprobe bereits um 9 Uhr fernsehtauglich vor Ort sein mussten, war nach einem Schluck Feuerzangenbowle und einer Bratwurst Schluss mit Stadtbesichtigung.

Im Hotel zurück saßen wir dann doch noch ein wenig vor dem virtuellen (!) Kaminfeuer der Hotellobby.

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In der Mitte, hinten: das virtuelle Kaminfeuer.

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Autor: Martin Schwartz

 

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Die Trailer für die MFC Quizmaster App sind online!

Nach 4 Wochen Produktion sind die Trailer für die Quizmaster App, die im Oktober unter anderem an der Realschule Gauting gedreht wurden, fertig und online:

Trailer 1 (Langfassung)

Trailer 2

Trailer 3

Link zur Website von My Finance Coach

Link für die kostenlose App im App Store

Link für die kostenlose App in Google Play

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Filmprojekt mit MyFinanceCoach an der RS Gauting

Nach der erfolgreichen Zusammenarbeit im Juli 2014 erhielt ich in den Sommerferien die Anfrage von MyFinanceCoach (MFC), ob Schülerinnen und Schüler der RS Gauting nicht Lust hätten, bei einem kleinen Filmprojekt mitzuarbeiten: Im Rahmen der Ökonomischen Grundbildung wurde von MFC die kostenfreie Applikation MFC Quizmaster (AppStore) bzw. MFC Quizmaster (GooglePlay) entwickelt, die Schülerinnen und Schülern spielerisch (nicht nur) wirtschaftliche Inhalte vermittelt. Für diese sollte ein Werbetrailer für die und mit Beteiligung der Zielgruppe gedreht werden.

Schon am ersten Schultag, in der zweiten Schulklasse, in der ich nachfragte, waren die Schauspieler gefunden, so dass ich keine weitere Werbung für den Dreh machen durfte.

Anfang Oktober lud ich das MFC-Team (Marina Buchberger und Christopher Hohlbaum plus Kameramann Max Speitel)  nachmittags zu uns in die Schule ein, um ihm die Location zu zeigen und unsere Schauspieler vorzustellen. Für die hungrigen Schüler brachten unsere Gäste ein Mittagessen und ein fast fertiges Drehbuch mit.

Die Zeit war knapp, innerhalb einer Woche war die Drehgenehmigung organisiert, die Schulleitung, Kollegen und Eltern (inkl. Einverständniserklärung)  informiert, das Drehbuch fertig, Equipment organisiert … nur das Wetter, das bis zu diesem Zeitpunkt den verregneten Sommer vergessen ließ, spielte ausgerechnet am ersten Drehtag nicht mit:

DSCN4174Aber der Reihe nach. Hier ein paar Eindrücke von den Dreharbeiten im Inneren des Gebäudes:

DSCN4159 DSCN4170 DSCN4168  DSCN4177Da die Aufnahmen vom Pausenhof leider buchstäblich „ins Wasser fielen“, wurde ein weiterer, halber Drehtag am letzten Schultag vor den Ferien angesetzt, da der Wettergott Erbarmen zeigen wollte. Und tatsächlich: er schickte uns ein paar Sonnenstrahlen direkt auf die Erde:

DSCN4179 DSCN4180 DSCN4184Am 26.10, um 13 Uhr waren die Aufnahmen dann im Kasten.

Eineinhalb intensive Drehtage, ein sehr sympatisches und motiviertes MFC-Team, tolle und hingebungsvolle Schauspieler, ein großartiges und tolerantes Kollegium (Danke für eure Geduld und die Umstände!), eine immer – auch für außergewöhnliche Aktionen – aufgeschlossene Schulleitung machten das Projekt zu einem bleibendem Erlebnis für alle Beteiligten. Vielen Dank!

Autor: Martin Schwartz

Da der Autor in der App auch mitspielt: Lust auf ein Spielchen? CharlieChan

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Die RS Gauting ist nominiert für den Deutschen Lehrerpreis 2014 – Unterricht innovativ

„Wir befinden uns im Jahre 2014 nach Christus. In ganz Bayern findet normaler Unterricht statt. In ganz Bayern? Nein! Eine von unbeugsamen Lehrkräften bevölkerte staatliche Realschule hört nicht auf, dem gewöhnlichen Unterrichtstrott Widerstand zu leisten und eine neue Form des Lernens zu etablieren.“ (frei zitiert nach Asterix)

Nach über zwei intensiven Jahren mit mittlerweile 4 iPad-Klassen und vielen einmaligen Projekten ist die Staatliche Realschule Gauting für den Deutschen Lehrerpreis 2014 – Unterricht innovativ nominiert.

DruckVon der Preisverleihung Ende November/Anfang Dezember 2014 werden wir an dieser Stelle berichten.

Autor: Martin Schwartz

 

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Berufsknigge für Realschüler der RS Gauting

MFC unterstützt Achtklässler der Staatlichen Realschule Gauting auf der Suche nach dem Traumberuf rund um die Themen Bewerbung, Ausbildung und Haushaltsführung.

Das Schuljahr ist fast vorbei und die Sommerferien stehen vor der Tür. Die SchülerInnen der Realschule Gauting freuen sich auf viel Freizeit und Entspannung. Abschlussprüfungen oder gar das Schreiben von Bewerbungen liegen noch in weiter Ferne. Oder doch nicht? Spätestens in einem Jahr wird jeder von ihnen mit der Frage konfrontiert werden, wie es nach der Schule weitergehen soll.

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DSCN4031Diese Frage stand auch im Mittelpunkt der Projektwoche Berufsorientierung, die die My Finance Coach Stiftung GmbH vom 21. bis 25. Juli 2014 für die Jugendlichen in Zusammenarbeit mit Lehrer Martin Schwartz an der Staatlichen Realschule Gauting durchführte. Die MFC-Projektwoche „Wir machen Dich berufsfit“ hat sich zum Ziel gesetzt, die SchülerInnen bei der Beantwortung vieler Fragen rund um die Themen Bewerbung, Ausbildung sowie Haushaltsführung zu unterstützen.

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Von Montag bis Freitag – jeweils von 8 bis 14 Uhr – paukten die RealschülerInnen nicht mehr Mathe, Deutsch und Geschichte, sondern informierten sich über verschiedene Berufsfelder und Berufe. Dabei half auch die Berufsorientierungsampel, die den SchülerInnen bewusst macht, wie weit sie bereits auf dem Weg ins Berufsleben sind. „Die Ampel hat uns gezeigt, dass man sich langsam mal Gedanken machen sollte, womit man später sein Brot verdienen möchte,“ bemerkte Martin am Ende des ersten Projekttags.

DSCN4043Was er mal werden will, weiß er noch nicht, aber auf sein erstes Ausbildungsgehalt freut er sich schon jetzt. Wie er und seine Mitschüler später mit ihrem Gehalt umgehen sollten, um die Einnahmen und Ausgaben stets im Griff zu haben, erfuhren die Jugendlichen insbesondere am zweiten Projekttag.

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DSCN4070Die SchülerInnen sollten sich zudem über ihre Fähigkeiten, Erwartungen und Interessen bewusst werden. „Denn nur dann kann man sich für die passende Berufsausbildung entscheiden,“ ist auch Pia Knabe von My Finance Coach überzeugt. Gemeinsam mit Alexandra Portoff war sie für die Planung und Durchführung der Projektwoche verantwortlich.

DSCN3989Die letzten Projekttage standen ganz im Zeichen des Bewerbertrainings. Dabei ging es vor allem um die Frage: Wie bewerbe ich mich richtig? Neben der Analyse von Stellenanzeigen und der Erstellung einer Bewerbungsmappe gab eine Expertin aus dem Personalwesen den SchülerInnen wertvolle Tipps für das Bewerbungsgespräch.

DSCN4067Das erlernte Wissen setzten die SchülerInnen am letzten Projekttag direkt in die Praxis um. Begleitet durch Freiherr Knigge wurden die Jugendlichen auf die Probe gestellt. Aufgabe der SchülerInnen war es, ihr Gegenüber am Telefon oder im persönlichen Gespräch von sich zu überzeugen. Die Coaches achteten dabei nicht nur auf die Kommunikationsfähigkeit der Jugendlichen, sondern auch auf die gewählte Kleidung.DSCN4073 DSCN4077 DSCN4078

DSCN4079DSCN4090DSCN4096DSCN4107Alle waren sich einig: die Projektwoche war ein gelungener Abschluss des Schuljahres!

Projektwoche 25.07.2014

Autor: Pressemeldung MFC

Fotos: Martin Schwartz

Gruppenfoto: Pressemeldung MFC

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Staatssekretär Georg Eisenreich als Pate – „Here’s my story“- Finale im Funkhaus des BR

Am 14.Juli 2014 fand im Münchner Funkhaus des BR die Abschlussveranstaltung zum Projekt „Here’s my story“ statt.

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DSCN3817Als Pate der Klasse 8d überreichte Georg Eisenreich, Staatssekretär im Bayerischen Kultusministerium für Unterricht und Kultus, Wissenschaft und Kunst, den Schülerinnen und Schülern der Staatlichen Realschule Gauting eine Erinnerungstafel.

Gruppenbild mit Georg EisenreichEr betonte, dass es „an den Schulen nicht nur darum gehe, Fakten und Wissen zu lernen, sondern eben auch das Positive der Persönlichkeitsentwicklung“ herauszuarbeiten.

Erst im Mai waren Schülerinnen und Schüler der Klasse aktiv in die Dreharbeiten des BR zu einem Bericht über das Projekt involviert. („Junger Film: Jugend in Europa“; Ausstrahlung am 22.05.2014 um 23:55 – 1:05 Uhr im BR)

 

Autor: Martin Schwartz

Fotos: Gruppenbild mit Georg Eisenreich (BR/Felber); alle anderern Fotos (Schwartz)

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Histoclips

Bei der Einrichtung meines neuen iPads bin ich auf eine neue App für den Geschichtsunterricht gestoßen, welche ich jeder Lehrkraft für das Fach Geschichte nur empfehlen kann. Diese App trägt den Namen Histoclips. (Link zu einer Besprechung auf CHIPonline. – Anmerkung des Blog-Redakteurs)

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Im Prinzip handelt es sich dabei um einen Kalender. Jeden Tag werden dort neue Videoclips aus den Bereichen „Gesellschaft, Religion und Wissenschaft“, „Kriege, Konflikte und Katastrophen“, „Kultur und Sport“, „Monarchen und Regenten“ sowie „Politik und Wirtschaft“ von unterschiedlicher Länge eingestellt. Diese Filme beziehen sich jeweils auf historische Ereignisse, die sich am jeweiligen Kalendertag ereignet haben.

Die App ist zwar kostenpflichtig, dafür erhält man aber täglich ein neues Video. Im Laufe des Jahres entsteht so eine Sammlung verschiedenster Videos, auf welche man jederzeit zugreifen kann.

Autor: Robin Immisch

 

Anmerkung des Blog-Redakteurs:

Leider ist die App im App-Store momentan nicht verfügbar! Aber der Service ist online über die Website (kostenpflichtig) nutzbar: www.histoclips.de

 

 

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Wiesenpflanzen – iBook-Erstellung in Klasse 5

Am Ende der 5. Klasse sammle ich jedes Jahr häufig vorkommende Wiesenpflanzen und die Schüler bestimmen sie. Die wenigsten Schüler kennen den Namen einer der Wiesenpflanzen schon vorher. Leider merken sie sich auch nur sehr kurz. Daher habe ich sie schon oft ein Herbarium anlegen lassen. Dabei gab es aber häufig Probleme mit dem Trocknen der Blumen und/oder der Gestaltung der Infoseiten. Nun wollte ich mal etwas anderes ausprobieren:

Bisher hatte ich zwar in einer ipad-Klasse unserer Schule unterrichtet, aber noch nicht den ipad-Koffer mit 16 ipads verwendet. Ich war zugegebenermaßen etwas aufgeregt, ob zwei fünfte Klassen fähig sind, damit selbständig zu arbeiten und am Ende ein gelungenes Wiesenpflanzenbestimmungsbuch dabei entsteht. Ich stellte mich daher erstmal auf Stress ein. Mit der App Book Creator, die mir in einem Schilf-Workshop vorgestellt worden war, erstellte ich die Vorlage (siehe Foto).

Vorlage iBookDie Schüler bekamen mehrere Aufgaben: Wiesenpflanze fotografieren und bestimmen, Informationen aus einem Bestimmungsbuch zusammenfassen und einen Link zu einem Video oder einer Informationsseite aus dem Internet einzufügen.

Innerhalb der ersten zwanzig Minuten stellte ich erfreut fest, dass ich mir völlig umsonst Sorgen gemacht hatte.

Erstellung iBook 1Die Schüler waren begeistert, dass sie mit den ipads arbeiten durften und stürzten sich mit Feuereifer in die Erstellung ihrer Seiten.

Erstellung iBook 2Ich zeigte ihnen die einzelnen Schritte über den Beamer, denen sie ohne Probleme nachfolgen konnten und danach arbeiteten sie größtenteils selbständig. Natürlich gab es zwischendurch Fragen, die ich beim Durchgehen beantwortete. Begeistert hat mich vor allem, dass die Schüler völlig selbstverständlich ihren Mitschülern halfen, weil sie so stolz waren, dass sie ihr Wissen über die Handhabung weitergeben konnten. Ich hatte ja gehofft, dass es meine neue Unterrichtsidee ein Erfolg wird, aber dass die Schüler und ich so einen Spaß dabei haben und das Ganze so entspannt abläuft, hatte ich nicht erwartet. Abschließend habe ich die zehn besten Doppelseiten ausgewählt und sie zu einem iBook zusammengefügt. Das Ergebnis von drei Schulstunden (Ausschnitte siehe Fotos) kann sich wirklich sehen lassen und wird demnächst auf unserer Schulhomepage zu finden sein.

iBook Beispiel 1 iBook Beispiel 2 iBook Beispiel 3iBook Beispiel 4Ich werde diese App auf jeden Fall noch häufiger verwenden und auch den ipad-Koffer häufiger im nächsten Schuljahr nutzen.

Autorin: K. Beerbaum

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Abwechslungsreiche Aufgaben mit bookwidgets

Das Ipad hat sich in meinem Unterricht als hervorragendes und vielseitiges Instrument erwiesen, um Informationen zu sammeln, zu strukturieren und zu präsentieren. Natürlich ist es auch für kreative Arbeiten ein unschätzbares Hilfsmittel. Wo es in meinen Augen noch Schwächen hatte, war der eher „klassische“ Unterricht, womit ich für meine Fächer Deutsch, Erdkunde und Ethik das Arbeiten mit Texten, Grafiken, Bildern etc. meine. Hierfür habe ich meist eine Notizen-App namens Notability verwendet. Die Schüler haben dann auf vorgefertigten pdfs Notizen erstellt, Lückentexte ausgefüllt, Grafiken vervollständigt etc. So richtig zufriedenstellend war das jedoch nicht, vor allem sah das Ergebnis häufig nicht sonderlich ansprechend aus.

Eine völlig neue Möglichkeit, mit den Ipads auf vielfältige Weise Inhalte zu erarbeiten, bietet die App und das dazugehörige PC/Mac-Programm bookwidgets. Die App bietet eine große Auswahl unterschiedlicher Aufgabenstellungen an.

Für mich bedeutend sind zum einen die verschiedenen Möglichkeiten, mit Texten zu arbeiten. Hier kann man Fragebögen, Quizze und Arbeitsblätter erstellen. Als besonderes Highlight ist es möglich, geteilte Aufgabenblätter zu bauen, bei denen auf einer Seite des Ipads ein Text oder Bilder sind und auf der anderen Seite Aufgabenstellungen dazu. Hier ist eine sehr direkte Möglichkeit gegeben, Schüler geführt mit Texten arbeiten zu lassen und ihr Textverständnis zu verbessern. Dazu gibt es eine große Auswahl an Aufgabenstellungen, mit denen sich abwechslungsreiche Arbeitsblätter erstellen lassen. Ein großer Vorteil hierbei ist die Möglichkeit, richtige Lösungen gleich mit in die Aufgaben einbauen zu lassen, so dass die Schüler sofort sehen können, ob sie diese richtig oder falsch gelöst haben. Außerdem kann man die Arbeitsblätter automatisch bepunkten und per email an eine beliebige Adresse senden lassen. Dies hat bei mir dazu geführt, dass ich besonders wichtige Hausaufgabenarbeitsblätter mit bookwidgets erstelle und die Schüler verpflichte, mir bis zum Abend vor der nächsten Stunde ein ausgefülltes Arbeitsblatt zu schicken. Dort kann ich mit einem Blick erkennen, wie gut die Schüler die Aufgaben verstanden haben und dahingehend meinen Unterricht für die Stunde planen. Führt man dieses Prinzip konsequent weiter, könnte man den Unterricht speziell auf Probleme konzentrieren, die die Schüler nicht selbständig zu Hause bearbeiten können, was zu einer extrem guten Nutzung der knappen Unterrichtszeit führen würde (in etwa das Prinzip „Flipped Classroom“)

Lückentext mit Bildern

geteiltes Arbeitsblatt

Zum anderen kann man mit bookwidgets sehr leicht diverse spielerische Übungen erzeugen wie Memorys, Kreuzworträtsel, Wörtersuchen, Bingo etc. Diese sind mit wenigen Klicks in kürzester Zeit erstellt und aktivieren auch den trägsten Schüler noch am Freitag in der sechsten Stunde kurz vor Eins.

MemoryNeben diesen Arbeitsblättern und Spielen gibt es noch viele weitere Möglichkeiten, Inhalte zu vermitteln. Diese dienen allerdings vor allem einem anderen Zweck: Dem Einsatz in E-Books. Hierfür ist bookwidgets nämlich eigentlich konstruiert. Verwendet man ibookauthor, um größere Unterrichtssequenzen zu einem ebook zusammenzufassen, lassen sich einfach per drag and drop die widgets von bookwidgets in das Buch ziehen, um als Kontrolle, Vertiefung oder Veranschaulichung zu dienen.

Wie funktioniert nun die App? Erstellt werden die einzelnen Aufgaben, Übungen oder Spiele, die sogenannten widgets, nicht mit dem Ipad, sondern mit einem PC oder Mac. Das Programm hierfür findet sich auf der Seite bookwidgets.com. Nach einer kurzen Einarbeitungsphase lassen sich hier in sehr kurzer Zeit optisch hochwertige widgets erstellen, vor allem wenn man schon viele Arbeitsblätter und Texte als Dokumente gespeichert hat. Diese lassen sich einfach in das Programm kopieren und dann schnell zu Lückentexten oder Aufgaben umarbeiten.

Programm zur Erstellun von widgetsSo viel Aufwand ist leider nicht ganz umsonst. Zwar ist die App kostenlos und auch das Programm zum Erstellen der Apps ist in einer zeitlich unbegrenzten Testversion gratis, allerdings werden dann in der App Fenster eingeblendet, die auf die Testversion hinweisen. Kauft man das Programm, so werden ca. 30 Euro Lizenzgebühren pro Jahr für Lehrer fällig. Sollte sich eine ganze Schule entscheiden, für mehrere Kollegen Lizenzen zu erwerben, wird es noch etwas günstiger. Für mich sind die 30 Euro gut investiertes Geld, da die Ergebnisse mich und meine Schüler überzeugen. Erwähnt werden muss auch noch der großartige Support, bei dem ich noch nie länger als einige Stunden auf eine Antwort warten musste und bei dem viele meiner Vorschläge auch direkt in neue Versionen der App integriert wurden.

Für mich ist dies die App, die meinen Unterricht mit den Ipads noch einmal mehr bereichert hat und die die klaffende Lücke zwischen klassischem Unterricht und kreativem Arbeiten schließt.

Autor: Peter Eckert

 

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„Here’s my story“ goes TV — NEU: mit Link zur BR-Mediathek

Nur wenige Tage vor Drehbeginn bekomme ich aus der Redaktion einen Anruf, ob wir bei den Dreharbeiten zu einer Fernsehsendung über das großartige „Here’s my story“-Projekt dabei sein wollen.

Unsere aufgeschlossene und begeisterungsfähige Schulleitung macht den Weg frei. Aus einer fast aussichtslosen Planungssituation schafft sie das Unmögliche. Mit einer Gruppe von 9 Schülerinnen und Schülern der Klasse 8d darf ich schließlich am 15.Mai den Weg nach München antreten.

DSCN0532Pünktlich zu Drehbeginn stehen wir vor dem Metropoltheater in Freimann. Kameras, Licht und Tontechnik sind bereits aufgebaut.

DSCN0531Der Moderator spricht schon die ersten Übergangs-Takes zwischen den Filmbeiträgen ein.

DSCN0546Elke Dillmann, Journalistin und Projektleiterin von „Here’s my story“, erwartet uns und erklärt den Verlauf der Dreharbeiten.

Auf die Frage, wer für den Filmbeitrag vom Moderator interviewt werden will, finden wir zunächst nicht ausreichend viel Freiwillige. Vor einem Millionenpublikum zu sprechen ist schließlich etwas anderes als vor der Klasse zu stehen und ein Referat zu halten. Natürlich haben die meisten Respekt vor der Situation. Hanna lässt sich erst erweichen, als Alena ihr „von mir ausrichtet“, sie bekäme sonst eine schlechte Mathematiknote. (Habe ich nie gesagt, ich bin unschuldig! – Der Autor)

Unsere Mädchen verschwinden noch einmal auf die Toilette, um sich herzurichten.

Und dann geht es los. Wir werden im Café an den Tischen verteilt, die Position des Moderators zu den Schülerinnen und Schülern wird für die beiden Kameras eingestellt.

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DSCN0574Die Aufnahmen beginnen.

DSCN0556Die Schülerinnen und Schüler sind äußerst diszipliniert. Die spontanen Antworten auf die Moderatorenfragen passen oft bereits in der ersten Aufnahme.

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Nach einem kleinen Snack…

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… wird der zweite Teil der Sendung, die nichts mit unserem Thema zu tun hat – mit uns im Hintergrund – abgedreht.

Dann sind nach zwei Stunden schon alle Aufnahmen im Kasten. Wir erhalten ein großes Lob, weil das Verhalten und die konzentrierte Arbeit der Schülerinnen und Schüler den zügigen Dreh erst ermöglicht haben.

Und: Jonas hat es nicht versäumt, über die iPad-Klasse zu sprechen. Unser Konrektor wird begeistert sein!

Die Sendung war am 22.Mai 2014 um 23:55 Uhr im BR live zu sehen.

Hier der Link zur Sendung in der BR-Mediathek.

Autor: Martin Schwartz

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PadUcation@RSG auf der didacta 2014 – Die Klasse 8D im „gläsernen Klassenzimmer“

Die erfolgreiche, zukunftsorientierte Arbeit in den iPad-Klassen an der Staatlichen Realschule Gauting ist mittlerweile bis weit über die bayerischen Landesgrenzen hinaus bekannt und hat uns eine Einladung zur Bildungsmesse didacta 2014 in Stuttgart (25.-29.03.2014) eingebracht.

Dort konnten drei Schülerinnen und Schüler unserer iPad-Klasse 8D zusammen mit Frau Dopfer und mir als stillen Beobachter in einem „gläsernen Klassenzimmer“ drei Tage lang demonstrieren, wie innovativer Unterricht im Fach Erdkunde aussieht – und das alles live vor den Augen der Messebesucher. Die Arbeitsschritte der Schüler auf den iPads waren dabei genauso auf einem Großbildschirm zu sehen, wie die Arbeitsschritte der Lehrkraft, so dass die Messebesucher genau mitverfolgen konnten, wie der Unterricht in unserer iPad-Klasse abläuft: Individualisierend, Schüler aktivierend und kreativ – und das alles ohne Papier und Bleistift.

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Vor und nach den gezeigten Unterrichtsstunden standen die Schülerinnen und Schüler sowie Frau Dopfer an einem eigenen Informationsstand den Messebesuchern Rede und Antwort, führten rege Diskussionen und brachten allen Interessierten das medien-pädagogische Konzept unserer iPad-Klassen näher. Das Interesse war riesengroß und es war erstaunlich zu beobachten, mit welcher Selbstverständlichkeit unsere Schüler den Messebesuchern die Idee hinter unseren iPad-Klassen erklärten und souverän alle Fragen nach bestimmten Apps oder Unterrichtsszenarien beantworteten. Während der Pausen konnten sich unsere Experten mit ihren Mitstreitern aus anderen Schulen austauschen und gemeinsam das vielfältige Messeangebot erkunden.

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PadUcation@RSG auf der didacta 2014 – ein lohnender Bildungstrip mit wertvollen Erfahrungen für alle Beteiligten, einem interessanten Austausch für uns Lehrkräfte und der (nicht ganz neuen) Erkenntnis, dass unsere Schülerinnen und Schüler in Sachen Sozialkompetenz und Know-How bezüglich des Unterrichts mit dem iPads ganz große Klasse sind.

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Autor: Tobias Schnitter, RSK

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PadUcation@RSG auf der didacta 2014 – Messetagebuch: Mittwoch, 26. März 2014

Anreisetag – alles kein Problem mit einer so kleinen Gruppe… oder vielleicht doch? Wir treffen uns am Bahnhof in Pasing und warten bei Eiseskälte auf unseren ICE. Nur noch fünf Minuten als plötzlich die Durchsage kommt, dass unser ICE 50 Minuten Verspätung wegen einer Streckensperrung haben wird – zut alors! Meine Wenigkeit hat die Idee, dass wir uns ja noch gemütlich einen Kaffee holen könnten und die Mädels, freundlich wie sie sind, bieten an, dass sie uns armen Lehrkräften gerne einen holen würden. Gesagt, getan, Emily und Victoria machen sich auf den Weg und sind gerade außer Sichtweite als eine neue Durchsage kommt: „Der ICE nach Stuttgart fährt planmäßig in 5 Minuten ein.“ WHAT?!?!? Panik macht sich breit, schnell die Mädels anrufen – aber wer hat die Nummer? Also ich jedenfalls nicht… Frau Dopfer nimmt die Sache in die Hand bzw. in die Beine und rennt den beiden hinterher. Zwei Minuten vor Einfahrt kommen alle wieder
am Bahnsteig an und mein Puls senkt sich langsam aber sicher wieder unter 180. Aber wo ist eigentlich mein Kaffee?

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Nachdem uns Victorias Vater dankenswerterweise am Hauptbahnhof in Stuttgart abholt kommen wir schon bald in unserem Hotel an – eine willkommene Abkürzung nach einer für mein Empfinden viel zu aufregenden Anreise.

Vor dem Abendessen noch kurz ein bisschen technischer Feinschliff für den morgigen ersten Messetag: nur noch schnell die Präsentation für den Messestand von meinem Rechner auf die iPads übertragen und alles ist gut. Halt! Finde den Fehler: Eine 286MB große Datei „schnell“ per Hotel-WLAN von einem Gerät auf das andere übertragen…
eine echte Geduldsprobe aber am Ende klappt es doch: der erlösende Anruf von Frau Dopfer kommt nachts um kurz vor 11 Uhr. Ich verabschiede mich von der Gruppe weil ich die erste Nacht in einem anderen Hotel untergebracht bin – „der Apfel ruft“, ich muss
morgen einen Vortrag vor lauter wichtigen Leuten halten und meine Präsentation ist zwar in meinem Kopf aber noch lange nicht auf meinem Rechner… eine kurze Nacht steht mir bevor.

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Autor: Tobias Schnitter, RSK

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